Kreuz beim Schürhof

Jungmannschaftskreuz auf dem Schürhof, Gemeinde Kriens

 

(von Hans Purtschert)

 

Bereits in den 1940iger Jahren hatte die kath. Jungmannschaft Littau eine besondere Beziehung zum Schürhof. Dort wurden Gruppentreffs, Bräteln, Spiele usw. durchgeführt. Aus Anlass der Kreuzaktion des Verbandes zum Heiligen Jahr 1950 wurden vielerorts Kreuze aufgestellt. Für die Jungmannschaft Littau war es daher naheliegend, das Kreuz auf Schürhof zu errichten, dem prächtigen Aussichtspunkt in das Tal der Kleinen Emme und der Reuss.

Das Kreuz steht auf Parzelle Nr. 2049, Schürhof, Grundbuch Kriens. Bis 1987 thronte südlich des Kreuzes und der Weidscheune eine mächtige Eiche. Ein Föhnsturm zerstörte den über 100 Jahre alten Baum.

30 Jahre später war das Kreuz morsch und drohte umzufallen. Die 1974 gegründete St. Niklausgesellschaft Littau errichtete ein neues Kreuz am gleichen Ort. Im November 1981 wurde das neue Kreuz feierlich eingeweiht.

Aber nur acht Jahre später zerstörte ein Blitzschlag das Kreuz, und die St. Niklausgesellschaft ging erneut ans Werk. Der Präsident Kilian Geisseler transportierte die von Schreinermeister Franz Furrer gefertigten Kreuze beide Male auf den Schürhof. Der Bauer des Schürhof richtete sie jeweils mit seinem Traktorgerät auf. Am 1. Juni 1990 wurde das Kreuz eingeweiht.

Auf Bestreben des St. Niklauspräsidenten Kilian Geisseler wurde das blitzgeschädigte Kreuz nicht einfach entsorgt. Für ihn war es gesegnetes Holz, das sinnvoll verwendet werden sollte. In der Folge hat die Schreinerei Furrer rund 200 kleine Kreuze (28 cm hoch) angefertigt und Malermeister Ruedi Sonderegger hat sie lackiert.

Die kleinen Kreuze fanden bald Absatz und dürften in etlichen Littauer-Stuben an das Schürhof-Kreuz erinnern. Der Erlös kam den Aktivitäten der St. Niklausgesellschaft zugut.